Auf a Wort im Achental Podcast

Auf a Wort im Achental mit Naomi Prasser

Musik verbindet Menschen. Musik ist überall dabei, wenn man feiert, wenn man trauert – einfach bei allen besonderen Momenten.

Naomi Prasser, 18 Jahre, besucht die Fachoberschule in Traunstein, spielt das Musikinstrument Horn seit sie 11 Jahre alt ist und ist Musikerin in der Musikkapelle Schleching. Ab 2027 wird sie für zwei Jahre die Berufsfachschule für Musik in Altötting besuchen und sich dort auf ein Musikstudium vorbereiten.

Dieses Interview gibt es auch als Podcast zum Anhören:

Wann und wo hast du angefangen, das Blasinstrument Horn zu spielen?
Angefangen hat alles 2014 mit dem Instrument Blockflöte. 2015 habe ich in der Musikschule Grassau in die Welt der Blechblasinstrumente reingeschnuppert. Damals habe ich das Horn für mich entdeckt. Zunächst wurde ich von Wolfgang Diem unterrichtet und seit einigen Jahren bin ich beim Sebastian Krause im Unterricht an der Musikschule Grassau.

Hast du musikalische Vorbilder?
In meiner Familie spielt fast jeder ein Instrument. Mein Opa spielt Tenorhorn, mein Onkel Klarinette, mein Papa Flügelhorn, und deshalb wollte ich auch unbedingt ein Blechinstrument spielen. Wir alle spielen zusammen in der Musikkapelle Schleching

Seit wann bist du Mitglied der Musikkapelle Schleching?
Ich bin seit 2019 Mitglied der Musikkapelle Schleching. Damals war ich elf Jahre alt.

Was bedeutet dir die Musik?
Musik bedeutet mir so viel. Aus einem kleinen Hobby wurde meine größte Leidenschaft. Ich könnte mir ein Leben ohne die Musik nicht vorstellen. Sie ist ein wichtiger Teil von mir geworden. Ich möchte Berufsmusikerin werden.

Was waren bisher Deine persönlichen Highlights als Teil der Musikkapelle Schleching? Gibt es besondere Momente oder Konzerte, die Dir in Erinnerung geblieben sind?
Mit der Musikkapelle Schleching sind wir einmal nach Rom gereist in den Vatikan. Es war so ein besonderes Erlebnis, ganz weit weg von hier und es hat so viel Spaß gemacht.
Besonders war auch das Gaufest 2022 in Schleching. Das war eine große Gaudi.

Auf was freust du dich besonders in der Musiksaison 2026?
Auf das Gaufest in Marquartstein in jedem Fall – das wird sicher sehr cool. Aber auch auf das Dorffest und Feuerwehrfest in Schleching. Diese Feste sind auch immer sehr schön.Außerdem freue ich mich noch sehr auf das Attacca, das Jugendorchester der Bayrischen Staatsoper. Ich bin dort Mitglied. Am 27. Juli spielen wir in der Isarphilharmonie in München, das wird sehr besonders.

Wie kam es dazu?
Man kann sich für ein Probespiel anmelden und dort vorspielen. Das habe ich gemacht und wurde angenommen. Es ist auch eine Vorbereitung auf ein späteres Engagement in einem Orchester.

Warum ist Musik so wichtig für das Miteinander in einer Gemeinde und überhaupt für uns?
Musik verbindet Menschen. Musik ist überall dabei, wenn man feiert, wenn man trauert – einfach bei allen besonderen Momenten. Musik ist eine Sprache für sich, die jeder versteht.

Was machst du in deiner Freizeit, wenn du keine Musik machst?
Tatsächlich bestimmt die Musik mein Leben. Ich spiele auch noch Klavier und bin in ganz vielen Musikgruppen. Aber: Ich gehe im Winter auch gerne Skifahren auf die Winklmoosalm/Steinplatte und im Sommer auf den Berg und verbringe gerne Zeit mit meinen Freunden.

Was bedeutet für dich Heimat?
Heimat ist für mich kein bestimmter Ort, sondern der Platz, wo ich mich wohl fühle, gerne zurückkomme und wo Menschen sind, die es mir erlauben, so zu sein, wie ich bin.

Was ist für dich „Typisch Achental“?
In jedem Fall die Natur und die vielen Berge.

Wo ist dein Lieblingsplatz im Achental und warum?
Mein Lieblingsplatz im Achental ist der Wössner See, kurz: ‚Wessei‘. Da war ich oft im Sommer schon vor vielen Jahren, und das ist einfach so ein schöner Platz zum Entspannen und Spaß haben.

Welches ist dein liebster Brauch oder deine liebste Tradition?
Generell die Trachtenfeste, die sind immer eine Gaudi und ein gutes Beisammensein.

Was ist ein perfekter Tag für dich im Achental?
Ein Sommertag an der frischen Luft, wenn ich mit Freunden unterwegs bin, zum Beispiel auf meinem Lieblingsberg, dem Geigelstein, und wir einfach eine gute Zeit zusammen haben.

Welches ist dein bayerisches Lieblingswort? Und was bedeutet es?
Mein Lieblingsspruch ist: „Vollgas, Leberkas“.

Kurze Fragen zu Kulinarik in Bayern:
Bosna oder Weißwurst?
Bosna
Leberknödel oder Spinatknödel?
Spinatknödel
Schweinsbraten oder Chiemseerenke?
Schweinsbraten

Berggehen oder Bergradeln? Berggehen

Berggipfel oder Bergsee? Berggipfel

Alpinski oder Nordicski? Alpinski

Was ist dein Lebensmotto?
Mach, was dir gefällt und lass dich nicht zu sehr von anderen beeinflussen.