Auf a Wort im Achental mit Rupert Fladischer

Rupert Fladischer ist gelernter Schreiner und lebt seit seinem zweiten Lebensjahr mit seiner Familie in Unterwössen. Zur Zeit besucht er die Meisterschule für Schreiner in München. In seiner Freizeit geht er seiner großen Leidenschaft, der Musik nach. Er spielt Trompete und hat nebenberuflich eine dreijährige Ausbildung zum Blasorchester-Dirigenten absolviert. Seit sechs Jahren ist er bei der Musikkapelle Wössen Stellvertreter des amtierenden 1. Dirigenten Martin Niess. Am 10. Mai findet zum Saisonauftakt beim ersten Konzert 2024 im Alten Bad in Unterwössen die Stabübergabe an Rupert Fladischer statt, der ab dann mit nur 26 Jahren als einer der jüngsten Blasorchester-Dirigenten die musikalische Leitung der Musikkapelle Wössen übernehmen wird. Gut 20 Konzerte werden wir allein in Unterwössen bei Standkonzerten, See- und Gartenfesten und kirchlichen Feiertagen im Musiksommer 2024 zu hören bekommen.

Seit Mitte Januar probt die Musikkapelle Wössen für das Auftaktkonzert am 10. Mai 2024. 20 solcher Proben finden statt, bevor das erste Konzert dann den Musiksommer eröffnet.

Das Interview gibt es auch als Podcast zum Anhören:

 

Was bedeutet für dich Heimat?
Heimat ist für mich der Ort, an den ich gerne immer wieder zurückkomme. Alle Erfahrungen, die mich geprägt haben, sind hier passiert. Das bedeutet für mich Heimat.

Was ist für dich „Typisch Achental“?
Typisch Achental ist für mich der Kontrast zwischen dem kompakten Dorfleben, wo sich alles abspielt und auf der anderen Seite die schönen ruhigen Orte, die wir hier überall haben.

Wo ist dein Lieblingsplatz im Achental und warum?
Den einen Lieblingsplatz habe ich nicht. Aber ich mag sehr gerne die Gscheurerwand – dort bin ich schnell oben über den Balsberg und habe einen Ausblick auf das Achental. Oder den Wössner See.

Welches ist dein liebster Brauch oder deine liebste Tradition?
Ich habe nicht die eine Lieblingstradition – es gibt ja viele schöne Anlässe in unserer Region. Ich mag die Fronleichnamsprozession mit dem Gartenfest im Anschluss. Das ist ein gesetzter Termin, da freue ich mich immer darauf. Aber auch das Gaufest vom Chiemgau Alpenverband. Und natürlich das Jahreskonzert – da habe ich als kleiner Bub schon immer darauf hin gefiebert. Mit acht Jahren habe ich das Trompetenspielen angefangen. Mein Onkel war sicher ein prägender Einfluss.

Was ist ein perfekter Tag für dich im Achental?
Ein perfekter Tag ist für mich, in der Natur unterwegs zu sein – auf den Berg zu gehen, danach vielleicht im See abzukühlen und am besten den Tag mit oder bei Musik ausklingen zu lassen.

Welches ist dein bayerisches Lieblingswort? Und was bedeutet es?
Die komplette bayerische Sprache ist einfach schön. Ich mag aber schon gern das Wort ‚griabig‘ – das drückt einfach so ein Gefühl aus.

Kurze Fragen zu Kulinarik in Bayern:

Bosna oder Weißwurst? Weißwurst
Leberknödel oder Spinatknödel? Leberknödel
Schweinsbraten oder Chiemseerenke? Schweinsbraten

Berggehen oder Bergradeln? Bergradeln
Berggipfel oder Bergsee? Berggipfel
Alpinski oder Nordicski? Nordicski

Was ist dein Lebensmotto?
Ich versuche dankbar zu sein für die Möglichkeiten, die mir gegeben sind und möchte daraus das Beste machen.