Schwenden auf der Alm

Ein besonderer Moment für das Achental – Platz 2 beim Deutschen Tourismuspreis

Manchmal gibt es Augenblicke, die eine ganze Region ein Stück näher zusammenrücken lassen. Genau so ein Moment war die Preisverleihung in Saarbrücken, bei der das Achental den zweiten Platz beim Deutschen Tourismuspreis 2025 erhielt. Im Mittelpunkt: unsere Schwendaktionen – ein Projekt, das Menschen verbindet, Traditionen lebendig hält und zeigt, wie wertvoll gemeinsames Anpacken auf den Almen ist.

Als Vorständin Elisabeth Keihl den Preis entgegennahm, war die Freude riesig. Sie sprach von gelebter Nachhaltigkeit, echter Begegnung und dem Stolz auf all jene, die das Achental Tag für Tag tragen: die Almbauern, die vielen Helferinnen und Helfer, Gäste und Einheimische. Auch Martina Gaukler, Erste Bürgermeisterin von Staudach-Egerndach, machte deutlich, wie sehr diese Auszeichnung der gesamten Region gehört.

Bereits im Februar durften wir uns über den Sonderpreis Nachhaltigkeit beim ADAC Tourismuspreis Bayern freuen – und nun diese bundesweite Anerkennung. Für uns ist der Preis mehr als eine Trophäe: Er ist ein Zeichen, dass unser Weg richtig ist. Und er motiviert uns, auch künftig mutig zu bleiben, Neues auszuprobieren und das Achental gemeinsam zu gestalten.

Schwenden im Achental 2026:

Samstag, 11. April, 8:30 Uhr am jeweiligen Wanderparkplatz – weitere Informationen und Anmeldung

Samstag, 29. August, 8:30 Uhr am jeweiligen Wanderparkplatz – weitere Informationen und Anmeldung

 

Schwenden: Almen sind uralte Kulturlandschaften und damals wie heute unverzichtbar für die Menschen und deren Höfe im Tal. Daneben liefern Almen einen der höchsten Beiträge für die Artenvielfalt und sind ein Hotspot der Biodiversität: Auf sehr begrenztem Raum können enorm viele Lebensräume für Flora und Fauna nebeneinander existieren. Damit das auch so bleibt, müssen unerwünschte Büsche, Sträucher oder junge Bäume entfernt werden.

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Klimawandel: Auswirkungen auf Bergregionen

Der Winter kommt oft später und endet früher – die damit einhergehende steigende Durchschnittstemperatur wirkt sich auch auf die Vegetation aus. In den Bergen ist die Temperatur tatsächlich noch mehr angestiegen als in niedrigeren Lagen: Gerade felsige Bereiche nehmen (ähnlich wie die Häuser in den Städten) tagsüber die Wärme auf, speichern sie und geben sie nachts wieder ab. Die Niederschlagsmengen sind hingegen –abgesehen von jährlich wechselnden Wetterextremen – gleichgeblieben. Das hat zur Folge, dass das Graswachstum deutlich früher einsetzt und auch insgesamt mehr Futter wächst als früher. Deshalb müssen die Almbauern ihr Weidemanagement diesen Veränderungen anpassen.

Schwenden ist unerlässlich für die Erhaltung der Almen

Regelmäßige Schwendarbeiten gehören zum Almalltag, damit sich die Waldstrukturen nicht weiter ausbreiten können. Die Verzahnung von Weide-und Waldbereichen ist sehr wichtig für die verschiedenen Insekten-und Pflanzenarten auf den Almen.

Denn auf der Alm findet so viel mehr statt als nur die Weidewirtschaft der Landwirte: Almen sind Naherholungsgebiete für Einheimische und den Tourismus. Viele Akteure haben ein Interesse daran, dass die Bewaldung und Verbuschung auf den Almen nicht weiter zunimmt und die Artenvielfalt, zum Beispiel die vielen heimischen Orchideen, in diesem einzigartigen Ökosystem nicht abnimmt.

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Schwenden im Achental: Ihr könnt mitmachen!

Wollt ihr dazu beitragen, dass auf den Almen die hohe Artenvielfalt erhalten bleibt? Dann macht mit bei unseren gemeinsam Schwendaktionen auf verschiedenen Almen im Achental: Das ist einerseits gelebter Naturschutz und andrerseits ein intensiver Einblick in die Arbeit der Almbauern. Kommt mit Gästen, Einheimischen und den Almbauern ins Gespräch und packt gemeinsam an – helft uns, die einzigartige Kulturlandschaft zu bewahren.

Je nach Wetter starten wir im März oder April – die aktuellen Termine findet ihr in unserem Veranstaltungskalender – oder folgt uns auf Instagram, auch hier erfahrt ihr von unseren Schwendaktionen.

Die Almbauern freuen sich über viele helfende Hände!