Wallfahrtskirche „Unserer Lieben Frau zu den Sieben Linden“

Die Wallfahrtskirche in Raiten ist Ziel der alljährlichen Trachtenwallfahrt der Trachtenvereine im südlichen Chiemgau.

Beschreibung

Hoch über dem Schlechinger Ortsteil Raiten thront die Wallfahrtskirche „Unserer Lieben Frau zu den Sieben Linden“. Ihren Namen erhielt die Kirche von den sieben Lindenbäumen, die auch heute noch um den Kirchbichel stehen. Die von außen eher unscheinbare Kirche ist von einem Bergfriedhof mit schmiedeeisernen Grabkreuzen umgeben. Der im Kern romanische Bau aus dem 12. Jahrhundert hat seinen Ursprung in der ehemaligen Burgkapelle eines Ministerialgeschlechts. In der Spätgotik um 1440 wurden der östliche Chor und die Sakristei angebaut, um 1500 wurde an die Sakristei ein Beinhaus und im 16. Jahrhundert ein neuer Turm errichtet. Einige der Erneuerungen machten eine Neuweihe nötig, die 1511 von Berthold Pürstinger, dem Bischof des Bistums Chiemsee, vollzogen wurde. Auch das 17. Jahrhundert brachte für die Wallfahrtskirche viele Veränderungen, wie neue Altäre, größere Fenster oder neue Kirchenbänke mit sich. Die Innenausstattung erscheint heute im barocken Stil.

Wallfahrten nach Raiten

Die ersten Wallfahrten nach Raiten gab es wohl schon im 15. oder 16. Jahrhundert. Seit 1952 findet an Christi Himmelfahrt jährlich die Trachtenwallfahrt der Trachtenvereine im südlichen Chiemgau zur Marienkirche statt. Von Unterwössen ziehen die Wallfahrer (mit Ausnahme der Schlechinger Trachtler, die von Schleching aus nach Raiten pilgern) über die Achenbrücke nach Raiten, wo sie von den Schlechinger Böllerschützen begrüßt werden. An der Spitze geht der Chiemgau-Alpenverband mit Fahne und Kreuz. Anschließend wird ein Gedächtnisgottesdienst mit Ehrung für die gefallenen und vermissten Kameraden des letzten Krieges abgehalten. Musikalisch wird der Gottesdienst von der Musikkapelle Schleching sowie den Schlechinger Sängern umrahmt.

Adresse

Kirchbichl 2
83259 Schleching


Wallfahrtskirche Raiten
Telefon: 08649 / 210
E-Mail:

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