DU bist TOURISMUS – Stefan Wimmer, Inhaber der Agip Tankstelle in Unterwössen

Das Achental und der Tourismus – seit Jahrzehnten aufs Engste miteinander verwoben und voneinander abhängig. Heute lässt sich mit Fug und Recht behaupten: Die Gäste, die im Tal ihren Urlaub verbringen, tragen ganz maßgeblich zum Wohlstand der gesamten Region bei. Ohne die Abgaben für Zweitwohnung im Achental oder die Einnahmen durch den Tourismus hätten wichtige Infrastrukturmaßnahmen nicht umgesetzt werden können, gäbe es zahlreiche Arbeitsplätze nicht. Gastronomie, Hotellerie, private Vermieter – sie alle leben direkt von den Gästen. Doch auch indirekt schafft der Tourismus Arbeitsplätze, ist auch für Betriebe und Einzelhändler im Tal von enormer Bedeutung. Der Achental Tourismus hat sich umgehört und nachgefragt: Welche Bedeutung hat der Tourismus für DICH?

Stefan Wimmer, Inhaber der Agip Tankstelle in Unterwössen

Was macht für dich das Achental aus?
Ich wohne hier und für mich bedeutet das Achental Heimat. Man weiß es erst richtig zu schätzen, wie schön es bei uns ist, wenn man mal fort ist. Und um so schöner ist es dann wieder heimzukommen. Wir haben die Berge rund herum und die Ache, das alles macht für mich das Achental aus.

Wie wichtig sind Touristen für dich und dein Geschäft?
Touristen und auch Zweitwohnungsbesitzer sind sehr wichtig für unser Geschäft. Gerade im Winter profitieren wir stark von Reit im Winkl, wenn die Skigebiete und Loipen geöffnet sind. Häufig verbinden die Gäste das Tanken mit dem Fragen nach Informationen wie z.B. nach Möglichkeiten zum Essen gehen. Oft können wir hier schon weiterhelfen oder wir schicken die Gäste direkt zu euch nach nebenan.

Wie viele Mitarbeiter sind aktuell beschäftigt? Wären es ohne den Tourismus im Tal weniger?
Wir sind insgesamt 11 Mitarbeiter, 3 davon festangestellt. Ohne den Tourismus wären es definitiv weniger Angestellte.

Kannst du in Prozent abschätzen, wie viele deiner Kunden Touristen oder Zweitwohnungsbesitzer sind?
Ein Großteil unserer Kunden sind natürlich Einheimische. Ich würde aber sagen, dass auf jeden Fall 30 – 40 Prozent der Kunden Touristen oder Zweitwohnungsbesitzer sind.

Gibt es für dich eine Haupt- und eine Nebensaison?
Bei uns war eigentlich immer der Winter stärker besucht als der Sommer. Seit Corona hat sich das etwas geändert und wir merken auch im Sommer stärkeren Zulauf. Abhängig von der Schneelage ist unsere Hauptsaison aber nach wie vor im Winter.

Hast du Wünsche an uns?
Ja, ganz wichtig finde ich eine öffentliche Toilette, die von Montag bis Sonntag geöffnet und zugänglich ist. Gäste kommen zu uns und fragen nach einer Toilette. Oft entschuldigen sie sich sogar, aber sie haben keine andere Möglichkeit.
Was ich mir außerdem wünschen würde, wäre eine Art Parkleitsystem oder eine bessere Beschilderung der Parkplätze. Wenn der Hochgernparkplatz voll ist, stehen die Leute oft bei uns und fragen, wo sie denn noch parken können. Es sind Schilder vorhanden, aber für viele sind sie schwer zu erkennen oder zu deuten.