Würziges Kürbisrelish

Wenn draußen die Luft kühler wird und sich die Blätter verfärben, darf es auch auf dem Teller herbstlich werden. Kürbis gehört für uns einfach dazu: Seine leuchtende Farbe und sein feines Aroma machen Lust auf eine Küche, die wärmt und gut tut. Wie vielseitig er sich zubereiten lässt, zeigt dieses Kürbisrelish des Restaurants des Alpenhotels Dahoam.

Kürbis einmal anders: als würziges Relish

Ein Relish ist eine würzige, leicht stückige Gemüsezubereitung, bei der Süße, Säure und Gewürze zusammenkommen. Für unser Kürbisrelish wird das Gemüse sanft weich gekocht und anschließend eingekocht. Pürieren ist dabei nicht nötig: Die weichen Kürbisstücke binden die Flüssigkeit und sorgen für eine sämige Konsistenz mit etwas Biss.

Die Grundlage bildet Muskatkürbis mit seinem aromatischen Fruchtfleisch. Er wird für dieses Rezept geschält, entkernt und fein gewürfelt. Frischer Ingwer setzt einen angenehm scharfen Akzent, Dijon-Senf rundet den Geschmack ab. Wer es etwas pikanter mag, ergänzt zum Schluss rote Thai-Currypaste.

Zutaten für das Kürbisrelish:

  • 1 kg Muskatkürbis, geschält, entkernt und fein gewürfelt
  • 100 ml Olivenöl
  • 100 g Zwiebeln, fein gewürfelt
  • 40 g Staudensellerie, fein gewürfelt
  • 100 ml Weißweinessig
  • 30 g feiner Dijon-Senf
  • 40 g frischer Ingwer, geschält und fein gerieben, alternativ 20 g gemahlener Ingwer
  • 1 l Gemüsebrühe
  • Salz und Pfeffer aus der Mühle
  • Zucker nach Geschmack
  • Koriandersaat, Sternanis, Lorbeerblatt und ganze Pimentkörner nach Geschmack
  • nach Belieben etwas rote Thai-Currypaste

Zubereitung: Kürbisrelish selber machen

1. Kürbis und Gemüse anbraten

Das Olivenöl in einem großen Topf erhitzen und die Kürbiswürfel darin anbraten. Anschließend Zwiebeln und Staudensellerie hinzufügen und kurz mit anschwitzen.

2. Ablöschen und die Gewürze hinzufügen

Mit dem Weißweinessig ablöschen. Salz, Pfeffer, etwas Zucker sowie Koriandersaat, Sternanis, Lorbeerblatt und Piment dazugeben.

Ganze Gewürze lassen sich besonders einfach in einem Gewürzsäckchen oder einem geeigneten Teefilter mitkochen und später wieder herausnehmen. Alternativ können Koriander, Sternanis und Piment auch gemahlen verwendet werden. Dabei zunächst sparsam dosieren – vor allem Sternanis und Piment schmecken sehr intensiv.

3. Sanft weich kochen und einkochen lassen

Mit der Gemüsebrühe auffüllen und bei kleiner bis mittlerer Hitze sanft köcheln lassen, bis das Gemüse weich ist. Gelegentlich umrühren.

Die Kürbiswürfel dürfen teilweise zerfallen: So binden sie das Relish auf natürliche Weise. Ist noch zu viel Flüssigkeit vorhanden, ohne Deckel weiter einkochen lassen, bis die gewünschte sämige, leicht stückige Konsistenz erreicht ist.

4. Mit Ingwer und Dijon-Senf abschmecken

Die ganzen Gewürze und das Lorbeerblatt entfernen. Frischen Ingwer und Dijon-Senf einrühren und kurz mitziehen lassen. Wer gemahlenen Ingwer verwendet, gibt ihn nach und nach hinzu und probiert zwischendurch, da sich sein Aroma von frischem Ingwer unterscheidet.

Nach Belieben etwas rote Thai-Currypaste ergänzen. Zum Schluss mit Salz, Pfeffer, Zucker und gegebenenfalls einem kleinen Schuss Weißweinessig abschmecken. Süße, Säure und Schärfe sollen sich harmonisch ergänzen

So kommt das Kürbisrelish auf den Tisch

Lauwarm passt das Kürbisrelish wunderbar zu gebratenem oder gegrilltem Fleisch, Ofengemüse und Kartoffelgerichten. Kalt serviert bereichert es eine Käseplatte oder eine herzhafte Brotzeitherzhafte Zwischenmahlzeit (z. B. Brot, Speck, Käse). Auch auf einer Scheibe geröstetem Bauernbrot kommen seine würzigen Aromen schön zur Geltung.

Ob als Begleiter zum Sonntagsessen oder als kleiner Farbtupfer auf dem Brotzeitteller – dieses Kürbisrelish bringt herbstlichen Genuss auf den Tisch.

Viel Freude beim Nachkochen und an Guadn!

Hier findet ihr alle unsere Rezepte zum Stöbern und Nachkochen. Lasst es euch schmecken!